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Arbeitszeitkonten beheben den Lehrkräftemangel nicht!
Die Arbeitszeituntersuchung des SMK belegt: Gymnasiallehrkräfte gehören
zu den am stärksten belasteten Lehrkräften im Freistaat. Vollzeitbeschäftigte überschreiten ihre wöchentliche Sollarbeitszeit regelmäßig um durch schnittlich 0,6 Stunden, Teilzeitkräfte sogar um 2,6 Stunden. Zwischen
Weihnachten und Pfingsten werden regelmäßig mehr als 45 Wochenstunden geleistet!
zu den am stärksten belasteten Lehrkräften im Freistaat. Vollzeitbeschäftigte überschreiten ihre wöchentliche Sollarbeitszeit regelmäßig um durch schnittlich 0,6 Stunden, Teilzeitkräfte sogar um 2,6 Stunden. Zwischen
Weihnachten und Pfingsten werden regelmäßig mehr als 45 Wochenstunden geleistet!
Der PVS sieht allerdings erheblichen Nachbesserungsbedarf:
Falsche Reihenfolge
Die Einführung von Arbeitszeitkonten vor der Rücknahme des Kürzungspakets (insbe
sondere der K6-/K9-Anrechnungsstunden) setzt das falsche Signal. Wer bereits an der
Belastungsgrenze arbeitet, kann nicht zusätzliche Stunden übernehmen.
Kein struktureller Ausgleich
Arbeitszeitkonten beheben den Lehrkräftemangel nicht – sie verschieben ihn. Wenn
viele Lehrkräfte gleichzeitig Ansparphase und spätere Stundenreduktion kombinieren,
droht in drei bis sieben Jahren ein erneuter Einbruch der Unterrichtsversorgung. Keine Anerkennung bisheriger Mehrarbeit. Die faktisch bereits geleistete Mehrarbeit wird weder erfasst noch ausgeglichen. Ein Konto, das auf dieser Überlastung aufbaut, verschärft die strukturelle Ungleichbehandlung.
Falsche Reihenfolge
Die Einführung von Arbeitszeitkonten vor der Rücknahme des Kürzungspakets (insbe
sondere der K6-/K9-Anrechnungsstunden) setzt das falsche Signal. Wer bereits an der
Belastungsgrenze arbeitet, kann nicht zusätzliche Stunden übernehmen.
Kein struktureller Ausgleich
Arbeitszeitkonten beheben den Lehrkräftemangel nicht – sie verschieben ihn. Wenn
viele Lehrkräfte gleichzeitig Ansparphase und spätere Stundenreduktion kombinieren,
droht in drei bis sieben Jahren ein erneuter Einbruch der Unterrichtsversorgung. Keine Anerkennung bisheriger Mehrarbeit. Die faktisch bereits geleistete Mehrarbeit wird weder erfasst noch ausgeglichen. Ein Konto, das auf dieser Überlastung aufbaut, verschärft die strukturelle Ungleichbehandlung.
Forderungen des PVS an das SMK
1. Rücknahme des Maßnahmenpakets – insbesondere Wiederherstellung der K6-/K9-Anrechnungsstunden
2. Rückkehr zum Regelstundenmaß von 24 Unterrichtsstunden als strukturelle Entlastung
3. Einberufung eines Runden Tisches zwischen SMK und Lehrkräfte-Interessenvertretungen
4. Transparente Berichterstattung über Teilnahmequoten und Auswirkungen auf die Unterrichtsversorgung
1. Rücknahme des Maßnahmenpakets – insbesondere Wiederherstellung der K6-/K9-Anrechnungsstunden
2. Rückkehr zum Regelstundenmaß von 24 Unterrichtsstunden als strukturelle Entlastung
3. Einberufung eines Runden Tisches zwischen SMK und Lehrkräfte-Interessenvertretungen
4. Transparente Berichterstattung über Teilnahmequoten und Auswirkungen auf die Unterrichtsversorgung
Personalratswahlen 2026
Durch unsere Mitglieder in allen Lehrerbezirkspersonalrätenund dem Lehrerhauptpersonalrat unterstützen wir die Lehrkräfte kompetent und souverän bei beruflichen Fragen, wie Versetzung, Teilzeit, Laufbahn und Verbeamtung.
Der PVS nutzt die Ergebnisse der Arbeitszeituntersuchung zur Stärkung seiner Forderungen:
- Schnelle Rücknahme des Maßnahmepaketes, das die Belastungen der Lehrkräfte weiter erhöht hat.
- Rücknahme der Streichung von K6/K9- Stunden in der gymnasialen Oberstufe
- Rücknahme der Kürzung schulbezogener Anrechnungsstunden
- Einberufung eines Runden Tisches, um gemeinsam mit dem Kultusministeruium nachhaltige Verbesserungen der Arbeitsdbedingungen zu erreichen.
- Schnelle Rücknahme des Maßnahmepaketes, das die Belastungen der Lehrkräfte weiter erhöht hat.
- Rücknahme der Streichung von K6/K9- Stunden in der gymnasialen Oberstufe
- Rücknahme der Kürzung schulbezogener Anrechnungsstunden
- Einberufung eines Runden Tisches, um gemeinsam mit dem Kultusministeruium nachhaltige Verbesserungen der Arbeitsdbedingungen zu erreichen.
In der Sächsischen Staatsregierung und in der Medienöffentlichkeit habe unsere Erfahrungen und unsere Expertise beim Thema Vorbereitung und Durchführung des Abiturs Gewicht.
Viele unserer Mitgleider arbeiten in Abituraufgaben- und Lehrplankommissionen mit oder sind als Oberstufenberater tätig. Die DPhV-Vorsitzende gilt als einflussreiche Streiterin in der KMK für eine bundesweite Vergleichbarkeit des Abiturs auf hohem Niveau - mit sächsischem Qualitätanspruch als Vorbild.
Viele unserer Mitgleider arbeiten in Abituraufgaben- und Lehrplankommissionen mit oder sind als Oberstufenberater tätig. Die DPhV-Vorsitzende gilt als einflussreiche Streiterin in der KMK für eine bundesweite Vergleichbarkeit des Abiturs auf hohem Niveau - mit sächsischem Qualitätanspruch als Vorbild.
- Erhalt eines mehrgliedrigen und begabtengerechten Schulsystems
- Erhalt und Stärkung der qualitativ hochwertigen gymnasialen Bildung
- Erhalt und Stärkung der qualitativ hochwertigen gymnasialen Bildung
- Verlässliche Einstellungspolitik
- Dauerhafte Verbeamtung sächsischer Lehrkräfte
- Reduktion der Pflichtstundenzahl
- Entlastung der Lehrkräfte von unterrichtsfernen Tätigkeiten
- Mehr Aufstiegschancen
- Dauerhafte Verbeamtung sächsischer Lehrkräfte
- Reduktion der Pflichtstundenzahl
- Entlastung der Lehrkräfte von unterrichtsfernen Tätigkeiten
- Mehr Aufstiegschancen
Entlastung! Sofort!
In Sachsen haben die schriftlichen Abiturprüfungen begonnen. Aus diesem Anlass verweist der Philologenverband Sachsen, der die Gymnasiallehrer vertritt, erneut auf die Ergebnisse der Arbeitszeituntersuchung aus dem vergangenen Herbst. Diese zeigen eindeutig: Gymnasiallehrkräfte leisten die meisten Überstunden und überschreiten ihr vertragliches Soll am stärksten – insbesondere während der Abiturphase. Inzwischen hat eine vom Kultusministerium beauftragte Expertenkommission Empfehlungen ausgesprochen, wie Gymnasiallehrkräfte entlastet werden können. Darin finden sich neben tageweisen Unterrichtsfreistellungen für Korrekturen, die in der Schulrealität bereits umgesetzt werden, auch die Verringerung der Unterrichtsbelastung für Lehrkräfte, die mindestens vier Stunden in der Oberstufe unterrichten. Der Verbandsvorsitzende Thomas Langer erklärt: „Wir fordern die Umsetzung dieser Empfehlung zum neuen Schuljahr. Es bestätigt sich erneut, dass die Kürzung unserer Entlastungsstunden für die gymnasiale Oberstufe falsch war. Wir fordern den Kultusminister auf, seinen Fehler unverzüglich zu korrigieren.“
Kultusminister Conrad Clemens hatte im Zuge seines „Maßnahmenpaketes“ Entlastungsstunden für Lehrkräfte in den Gymnasien sowie für Lehrkräfte in der Lehreraus- und -weiterbildung bereits Monate vor Veröffentlichung der Ergebnisse der Arbeitszeitstudie gekürzt.
Langer verweist nochmals darauf, dass Lehrkräfte in der gymnasialen Oberstufe die höchste Arbeitsbelastung aufweisen. „Korrekturphasen führen über Wochen hinweg zu Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz – durch gestrichene Anrechnungen und Ermäßigungen in diesem Schuljahr sogar stärker als zuvor.
Natürlich ist auch in diesem Jahr wieder auf die sächsischen Gymnasiallehrer Verlass. Sie haben die Abiturientinnen und Abiturienten trotz verschlechterter Rahmenbedingungen professionell vorbereitet und führen die Reifeprüfungen gewohnt verantwortungsvoll durch. Aber wer die Gymnasiallehrkräfte dauerhaft überlastet, gefährdet nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch die bisher hohe Qualität des Abiturs in Sachsen.“
Dresden, den 21. April 2026
Ansprechpartner: Thomas Langer (Vorsitzender des Philologenverbandes Sachsen)
Kontakt: 0171 4419759
Kultusminister Conrad Clemens hatte im Zuge seines „Maßnahmenpaketes“ Entlastungsstunden für Lehrkräfte in den Gymnasien sowie für Lehrkräfte in der Lehreraus- und -weiterbildung bereits Monate vor Veröffentlichung der Ergebnisse der Arbeitszeitstudie gekürzt.
Langer verweist nochmals darauf, dass Lehrkräfte in der gymnasialen Oberstufe die höchste Arbeitsbelastung aufweisen. „Korrekturphasen führen über Wochen hinweg zu Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz – durch gestrichene Anrechnungen und Ermäßigungen in diesem Schuljahr sogar stärker als zuvor.
Natürlich ist auch in diesem Jahr wieder auf die sächsischen Gymnasiallehrer Verlass. Sie haben die Abiturientinnen und Abiturienten trotz verschlechterter Rahmenbedingungen professionell vorbereitet und führen die Reifeprüfungen gewohnt verantwortungsvoll durch. Aber wer die Gymnasiallehrkräfte dauerhaft überlastet, gefährdet nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch die bisher hohe Qualität des Abiturs in Sachsen.“
Dresden, den 21. April 2026
Ansprechpartner: Thomas Langer (Vorsitzender des Philologenverbandes Sachsen)
Kontakt: 0171 4419759
Empfehlungen des Expertengremiums Arbeitszeituntersuchung beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus zur Entlastung und nachhaltigen Gestaltung der Arbeitszeit von Lehrkräften und Schulleitungen
Vorfall mit externem Anbieter
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in der vergangenen Woche kam es zu einem Vorfall mit einem externen Anbieter von Projekttagen in unserer Region, der für überregionales Aufsehen sorgte und den Regionalvorstand fassungslos auf die Geschehnisse schauen ließ. Bitte entnehmen Sie Details der anhängenden Stellungnahme.
Der Philologenverband rät allen Gymnasien dazu, bei der Auswahl externer Anbieter deren Ziele sehr kritisch zu prüfen. Zudem empfehlen wir die Entwicklung eines Ethik-Codex, der Zielsetzungen, faire Rahmenbedingungen und Grenzen definiert, wem Zutritt in "unsere" Klassenzimmer gewährt wird. Des Weiteren halten wir eine Konformitätserklärung externer Akteure zur Einhaltung dieses Codex für unerlässlich.
Gern können Sie unsere Stellungnahme an interessierte Kollegen weiterleiten.
Nutzen wir die reizvollen Angebote externer Anbieter, ohne den Schutz unserer Schülerinnen und Schüler zu vernachlässigen.
Mit freundlichen Grüßen
Hubertus Kaiser
Regionalvorsitzender RV Bautzen
Philologenverband Sachsen
in der vergangenen Woche kam es zu einem Vorfall mit einem externen Anbieter von Projekttagen in unserer Region, der für überregionales Aufsehen sorgte und den Regionalvorstand fassungslos auf die Geschehnisse schauen ließ. Bitte entnehmen Sie Details der anhängenden Stellungnahme.
Der Philologenverband rät allen Gymnasien dazu, bei der Auswahl externer Anbieter deren Ziele sehr kritisch zu prüfen. Zudem empfehlen wir die Entwicklung eines Ethik-Codex, der Zielsetzungen, faire Rahmenbedingungen und Grenzen definiert, wem Zutritt in "unsere" Klassenzimmer gewährt wird. Des Weiteren halten wir eine Konformitätserklärung externer Akteure zur Einhaltung dieses Codex für unerlässlich.
Gern können Sie unsere Stellungnahme an interessierte Kollegen weiterleiten.
Nutzen wir die reizvollen Angebote externer Anbieter, ohne den Schutz unserer Schülerinnen und Schüler zu vernachlässigen.
Mit freundlichen Grüßen
Hubertus Kaiser
Regionalvorsitzender RV Bautzen
Philologenverband Sachsen
Philologenverband Sachsen e.V.
Eine starke Stimme für sächsische Gymnasien